Alexander Bremer von "Die Cuxhavener": Mit Fischdosen auf Wählerfang
VON WIEBKE KRAMP | 10.09.2026 - CN - Lokales - im Internet - Foto KRAMP
Alexander Bremer, OB-Kandidat in Cuxhaven, setzt auf den direkten Kontakt mit Bürgern. Auf dem Wochenmarkt wirbt er für seine Ideen gegen die kostspielige Landesgartenschau und für mehr Sicherheit, Ordnung und bezahlbaren Wohnraum.
Die Spätsommersonne taucht den Wochenmarkt in goldenes Licht. Zwischen Kaffee und Gemüse hat die freie Wählergemeinschaft "Die Cuxhavener" ihren Stand direkt gegenüber der CDU aufgebaut und ist auf Unterschriftenfang für ein Bürgerbegehren gegen die Landesgartenschau, aber auch, um sich für den Stadtrat und ihren eigenen Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters in Position zu bringen.
Mit seinen 41 Jahren ist ihr Kandidat Alexander Bremer der jüngste der fünf Oberbürgermeisterkandidaten - und der unbekannteste, denn politisch ist der Polizeihauptkommissar und Diplom-Verwaltungswirt bisher noch nicht in Erscheinung getreten, und so muss er seine Person und die Inhalte, für die er steht, bekannt machen. Dazu sucht er ganz klassisch auf dem Wochenmarkt das direkte Gespräch.
Keine Scheu auf Menschen zuzugehen
Und er hat keine Scheu, auf die Menschen zuzugehen und mit ihnen in den Austausch zu kommen. Zugewandt, freundlich mit offenem Blick in die Augen des Gegenübers. Flankiert wird er bei seinem Wahlkampfauftritt von Franziska Schwedner und Rüdiger Kurmann. Wenig später gesellt sich auch Peter Altenburg dazu.
Der vierfache Familienvater Alexander Bremer zog vor einigen Jahren aus Peine nach Sahlenburg, wo seine Frau und er Ferienwohnungen vermieten. Der langjährige Polizeibeamte und ehrenamtliche Feuerwehrmann möchte sich als Oberbürgermeister parteiunabhängig für seine Wahlheimat einsetzen.
"Kommunalpolitik sollte bedürfnisorientiert sein, dafür stehen wir." Diesen Satz gibt er an diesem Mittwochmorgen mehrfach Leuten mit auf den Weg inklusive der höflich formulierten Bitte, ihm doch am Sonntag ihre Stimme zu schenken.
Die potenziellen Wähler erhalten Dosen mit Hering in Tomatensoße von Appel und Kugelbake-Aufkleber, dem Logo der "Cuxhavener", als Geschenk. Eine alleinstehende Seniorin ermuntert ihn: "Ich hoffe, Sie werden es." Vorher hat sie ihm geschildert, dass sie Angebote für ältere Menschen gegen die Einsamkeit vermisst. Alexander Bremer nimmt diesen Gedanken auf und notiert sich, ein Tanz- oder Begegnungscafé auf seine Agenda zu setzen. "Für solche Impulse bin ich dankbar."
Es sind meist Ältere, die bei der Wählergemeinschaft stoppen, das ist aber auch gegenüber bei der CDU nicht anders. Es liegt wohl in der Natur der Sache, denn die wenigsten Berufstätigen haben schließlich an einem Mittwochmorgen frei …
Die Landesgartenschau, die 2034 in Cuxhaven stattfindet, ist das Hauptthema, über das Bremer mit den Leuten am Stand spricht. Die hält der Kandidat für ein "Prestigeprojekt", das finanziell untragbar sei. Er erläutert am Stehtisch: "Dieses finanzielle Risiko sollten wir nicht eingehen, das würde uns ruinieren." Darin sehe er nämlich keinen Mehrwert. Vielmehr sollte sich die Stadt auf so wichtige bevorstehende Millionenprojekte wie den Neubau der Gorch-Fock-Schule sowie eine neue Feuerwache konzentrieren, argumentiert der Kandidat.
"Wir stehen für einen anderen Kurs"
Und bei den Gesprächen geht es auch um die jetzige Arbeit im Rathaus. Ein Pensionär wettert über das dortige "Unheil" und die "alten Strukturen". Bremer verspricht ihm: "Ich möchte diese alten Strukturen aufbrechen. Wir stehen für einen anderen Kurs - das hat die Stadt bitter nötig."
Seine inhaltlichen Schwerpunkte sieht er darin, für mehr Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit in der Stadt zu sorgen, die Gewerbetreibenden zu unterstützen sowie bezahlbaren Wohnraum und Freizeitmöglichkeiten für Familien und ältere Menschen zu schaffen. Er steht für weniger Bürokratie, schnellere Entscheidungen, den Ausbau der Digitalisierung und größere Unterstützung für Vereine und Ehrenamt. Nicht zuletzt setzt er sich für finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit Cuxhavens ein - und ist bereit, diese Verantwortung zu übernehmen.
Alexander Bremer kommt mit seiner unaufdringlichen, freundlichen Art ganz offensichtlich gut bei den Menschen an. Sie lassen sich gern auf ein Gespräch mit ihm ein. Und so vergeht dieser spätsommerliche Wahlkampfvormittag wie im Fluge.
10. September 2026 - CNV Kommunalwahl 2026 - Bericht von Wiebke Kramp
Cuxhavener OB-Kandidaten nehmen zu Europa Stellung
von Wiebke Kramp | 10.09.2026
Vier OB-Kandidaten diskutieren über die Bedeutung Europas für Cuxhaven und betonen die Rolle der EU-Fördermittel. Von Hafenausbau bis Klimaschutzprojekte steht Europa im Mittelpunkt der Pläne für die Zukunft der Stadt.
Der Diskussionsabend am 08.09.2026 im Donners war gut besucht. Foto: Kramp
Die Europa-Union Cuxhaven hatte vier der fünf Oberbürgermeisterkandidaten zur Podiumsdiskussion eingeladen. Vorsitzender Dietmar Rehfeldt begründete die Auswahl damit, ausschließlich Vertreter eingeladen zu haben, die im EU-Parlament vertreten seien.
Vor rund 75 Gästen bezogen Dienstagabend im Donners der amtierende OB Uwe Santjer (SPD), Thomas Brunken (CDU), Alexander Bremer (Die Cuxhavener) und Günter Wichert (FDP) Stellung, was ihnen Europa bedeutet und welche Rolle die EU in und für Cuxhaven spielt. In den Redebeiträgen wurde deutlich, wie vielfältig Europa in Cuxhaven verankert ist - und dies weit über den Hafen hinaus.
Moderiert wurde die Veranstaltung von CNV-Redaktionsleiter Ulrich Rohde, der ausdrücklich Fragen aus dem Publikum zuließ. Dies nutzten allerdings einige ältere Herren, langatmig ihre eigenen Statements abzugeben.
Auf europäische Fördermittel angewiesen
Die OB-Kandidaten selbst hatten anderthalb Stunden Zeit, sich zu präsentieren. Uwe Santjer mahnte vor dem Hintergrund des Wahlergebnisses in Sachsen-Anhalt: "Wer europafeindlich wählt, wählt gegen den Hafen und gegen Erneuerbare Energie. Europa sichert uns den Hafenausbau und den Umschlag." Europa nannte er das größte Friedensprojekt. Santjer erinnerte an die Menschen verschiedener Nationalitäten, die man benötige, sowie die Bedeutung von Schüleraustauschen und Städtepartnerschaften. Und er verdeutlichte, dass die Stadt angesichts anstehender Projekte vom Ahoi-Bad über Feuerwehrwache bis hin zur BBS-Sanierung weiter auf europäischen Förderbedarf angewiesen sei.
Dass zusätzlich zum Cuxhavener Hafen EU-Fördermittel in zahlreichen Cuxhavener Einrichtungen steckten - vom Wattenmeer-Besucherzentrum bis Museum Windstärke 10, thematisierte Thomas Brunken. Allerdings fehle noch ein Europaplatz. Für Brüssel wünsche er sich schnellere Entscheidungen, man müsse bei Entschlüssen zum Mehrheitsprinzip kommen. Er sprach sich dafür aus, weitere EU-Mittel für den Tourismus zu generieren, insbesondere für den weiteren Ausbau des Ganzjahrestourismus.
Als ein "glühender Europäer" gab sich Günter Wichert. Die Freizügigkeit des Reisens. Und er appellierte gelassener, mit der viel zitierten Bürokratie umzugehen. Schließlich steckten beispielsweise hinter genormten Gurken logistische Logik oder der feste Plastikflaschenverschluss, der dem Umweltschutz geschuldet sei. Wichert sprach sich an diesem Abend allerdings auch dafür aus, nicht immer nach den Fördergelder zu schauen, sondern wichtige Projekte wie die Feuerwache müsste die Stadt selbst als Pflichtaufgabe hinbekommen.
"Wir brauchen mehr Europa in Cuxhaven", fand Alexander Bremer und sprach sich für ein städtisches Europabüro aus, das Förderprogramme dahingehend anschaut, ob es gut für Cuxhaven und seine Einwohner sei. Im Laufe der Diskussion sprach er sich dafür aus, die Themen Hafen, Klimawandel, Küste und Tourismus als Gesamtkomplex zu betrachten.
Welche konkreten Projekte die OB-Kandidaten denn hätten, um Cuxhaven klimafreundlicher hinzubekommen, wollte einer der wenigen jüngeren Zuschauer wissen. Thomas Brunken erinnerte an bestehende EU-Regelwerke von Vogelschutz bis Eindämmung des Hochwasserrisikos und möchte 1000 Bäume pflanzen. Alexander Bremer sieht die Energiespundwand als ein Muster für andere Städte und wünscht sich Solar auf allen öffentlichen Gebäuden. Günter Wichert unterstrich, dass er bereits ein müllfreies Sahlenburger Dorffest erreicht habe und sprach sich dafür aus, Eigentümer in der Stadt zur Fassadenbegrünung zu ermuntern.
Durchaus selbstkritisch gab sich Uwe Santjer, wie man es schaffe, wegzukommen von fossiler Energie: "Wir müssen da besser und schneller werden." Auch er wünsche sich mehr Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden und weitere Bäume. Der amtierende OB erinnerte daran, dass Cuxhaven Biosphärenstadt, ein Klima-Anpassungskonzept oder den Deichbau in Sahlenburg beschlossen habe.
Mein Ziel
- Mehr Europa für Cuxhaven:
Die Chancen und Möglichkeiten der Europäischen Union sollen stärker für die Stadt und ihre Bürger genutzt werden.
- Europabüro für Cuxhaven:
Ein eigenes städtisches Europabüro soll EU-Förderprogramme gezielt prüfen und nutzbar machen.
- Fördermittel strategisch einsetzen:
EU-Gelder sollen dort eingesetzt werden, wo sie einen konkreten und nachhaltigen Nutzen für Cuxhaven schaffen.
- Hafen als Zukunftsfaktor:
Die Entwicklung des Cuxhavener Hafens soll eng mit europäischen Perspektiven und Fördermöglichkeiten verknüpft werden.
- Solarenergie ausbauen:
Alle geeigneten öffentlichen Gebäude sollen mit Solaranlagen ausgestattet werden.
- Klimawandel und Küstenschutz zusammendenken:
Die besonderen Herausforderungen einer Küstenstadt sollen stärker in die Stadtentwicklung einfließen.
- Tourismus nachhaltig weiterentwickeln:
Klimaschutz, Hafenentwicklung und Tourismus sollen nicht isoliert, sondern als miteinander verbundene Zukunftsthemen betrachtet werden.
- Cuxhaven als Vorbild positionieren:
Innovative Lösungen – etwa im Bereich erneuerbarer Energien – sollen über die Stadt hinaus als Beispiel für andere Kommunen dienen.
10. September 2026 - von Paritätischer Cuxhaven
Fünf OB-Kandidaten stellen sich den Fragen junger Menschen
Cuxhaven. Was wünschen sich junge Menschen von einem Oberbürgermeister? Mehr Freizeitangebote, bessere Bus- und Bahnverbindungen, Räume zum Treffen, gute Ausbildungsplätze, mehr Barrierefreiheit und vor allem: ernst genommen zu werden. Genau darum ging es am Mittwochabend in der Gnadenkirche. In der Veranstaltungsreihe „Jugend im Dialog“ des Jugendbeirats und des Paritätischen Cuxhaven stellten sich die Spitzenkandidaten für die Oberbürgermeisterwahl am kommenden Sonntag, 13. September, den Fragen junger Menschen.
Axel Schneider von Die Demokraten, Alexander Bremer von Die Cuxhavener, der amtierende Oberbürgermeister Uwe Santjer für die SPD, Thomas Brunken von der CDU und Günter Wichert von der FDP nahmen im Sitzkreis Platz und diskutierten auf Augenhöhe mit jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Veranstaltung fand im Rahmen des JMD-Aktionstages statt und wurde von Kai Uhlhorn, stellvertretender Geschäftsführer des Paritätischen Cuxhaven, moderiert.
Mit dabei waren junge Menschen aus der Stadt Cuxhaven, darunter Mitglieder des Jugendbeirats sowie Vertreter der Jungen Union und der Partei Volt. Nach einer Vorstellungsrunde, in der die Kandidaten zunächst erläuterten, was sie für junge Menschen in Cuxhaven tun möchten, gehörte das Wort vor allem dem Publikum.
Freizeit, Ausbildung und Mitsprache
Günter Wichert berichtete, dass er nach eigenen Angaben auch über TikTok mit jungen Menschen im Austausch stehe. Wünsche wie ein Bikepark könnten seiner Ansicht nach beispielsweise mit Unterstützung von Sponsoren realisiert werden. Auch die Organisation von Rockkonzerten sei denkbar. Dass sich die Umsetzung des Skateparks über einen so langen Zeitraum hingezogen habe, könne er nicht nachvollziehen. Bei solchen Projekten würde er selbst auf ein schnelleres Tempo achten.
Axel Schneider betonte ebenfalls die Bedeutung der Impulse junger Menschen. Für ihn seien unter anderem vernünftige Ausbildungsplätze in Cuxhaven und ein aktiver Schutz junger Menschen vor Drogenverkauf wichtige Themen.
Mehr Freizeitmöglichkeiten wünscht sich auch Alexander Bremer. Er brachte beispielsweise einen durch Sponsoren finanzierten Aquapark nach dem Vorbild von Otterndorf oder eine Boulderhalle ins Gespräch. Besonders wichtig sei ihm, jungen Menschen zuzuhören und offen für Ideen zu sein – etwa für Anregungen aus dem Jugendbeirat.
Thomas Brunken sprach Themen an, die junge Menschen seiner Ansicht nach besonders beschäftigen. Dazu gehörten Sorgen um den Klimawandel, gut gepflegte und frei zugängliche Sportanlagen, Räume für spontane Treffen sowie verlässliche Zugverbindungen. Auch Bildung – von der Schule bis zur Ausbildung – spiele eine zentrale Rolle.
Uwe Santjer erinnerte an seinen Einsatz für das Wahlrecht ab 16 Jahren während seiner Zeit als Landtagsabgeordneter. Auch die Umsetzung des Skateparks sei in seine Amtszeit als Oberbürgermeister gefallen. Mit Blick auf die geplante Umgestaltung des Schlossparks stellte er Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche in Aussicht. Zugleich verwies er auf bereits vorhandene Treffpunkte wie das Haus der Jugend und die Gnadenkirche sowie auf Veranstaltungen wie das jüngste Fest in Süderwisch, das der Paritätische am selben Tag veranstaltete. Die Abstimmung mit jungen Menschen sei für ihn ebenfalls wichtig.
Konkrete Fragen aus dem Alltag
Im weiteren Verlauf wurde es besonders konkret. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer fragten nach Räumen, in denen Jugendliche sich möglichst selbstbestimmt und ohne ständige Kontrolle treffen können. Auch der öffentliche Nahverkehr spielte eine wichtige Rolle.
Anhand eines Beispiels aus Sahlenburg wurde deutlich, wo junge Menschen im Alltag an Grenzen stoßen: Wer nach einem gemeinsamen Grillabend gegen 22 Uhr nach Hause möchte, hat nicht immer eine passende Verbindung. Verbesserte ÖPNV-Angebote und Sammeltaxi-Lösungen wurden deshalb ebenso diskutiert wie die Themen Inklusion und Barrierefreiheit in der Stadt.
Nach rund einer Stunde musste Moderator Kai Uhlhorn die lebhafte Gesprächsrunde beenden, da für die Kandidaten weitere Termine anstanden. Der Austausch machte dennoch deutlich: Junge Menschen haben konkrete Vorstellungen und Fragen zur Zukunft ihrer Stadt – und möchten bei Entscheidungen, die sie betreffen, nicht nur zuhören, sondern mitreden.
Die Veranstaltung von Jugendbeirat und Paritätischem Cuxhaven bot dafür am JMD-Aktionstag eine direkte Gelegenheit. Am kommenden Sonntag, 13. September, entscheidet sich bei der Oberbürgermeisterwahl, wer künftig an der Spitze der Stadt Cuxhaven stehen wird. Alle Kandidaten sicherten einen zukünftigen Dialog mit der Jugend zu, den der Paritätische und auch der Jugendbeirat gerne regelmäßig einfordern werden.
02. September 2026 - CNV Kommunalwahl 2026 - Bericht von Kai Koppe
OB-Wahlkampf: Lokale Lobbyverbände fühlten den Bewerbern für das Amt an der Verwaltungsspitze auf den Zahn - Wirtschaft bildete nur Teilaspekt
Cuxhaven. Es ging um Ansiedlungspolitik, um Verkehr, Tourismus, Wohnen und Schulplanung: Zu einem breit gefächerten Themenspektrum sollten sich die fünf Bewerber auf das Amt des künftigen Cuxhavener Oberbürgermeisters kürzlich auf einer Podiumsveranstaltung verschiedener Wirtschaftsverbände erklären.
Fragen, die sich an Amtsinhaber Uwe Santjer (SPD) und seine Herausforderer Thomas Brunken (CDU), Günter Wichert (FDP), Alexander Bremer (Die Cuxhavener) und Axel Schneider (Die Demokraten) richteten, stammten aus Kreisen der IHK, der Hafenwirtschaftsgemeinschaft, der Tourismuswirtschaftsgemeinschaft TWG, des Unternehmensverbands Cuxhaven und der örtlichen Wirtschaftsjunioren.
Nach einer Vorstellungsrunde der Kandidaten legten die Moderatoren Anna-Christina Riebau und Jan-Peter Halves den Finger in die Wunde: Den größten Standortnachteil Cuxhavens zu beschreiben, lautete ihr Auftrag an den CDU-Kandidaten Thomas Brunken. Der Genannte sprach von Fachkräftemangel, unterstrich vor allem aber die Notwendigkeit, einen Neubau für die Berufsbildenden Schulen und eine Wohnlösung für Auszubildende zu schaffen.
Als es kurz darauf um ungenutzte Potenziale ging, antwortete Bremer, Kandidat der Wählergemeinschaft, mit einem Hinweis auf Defizite im Ordnungswesen, speziell bei illegal betriebenen Ferienwohnungen. Wichert (FDP), der sich einen Drei-Punkte-Plan für den Fall seiner Wahl beschreiben sollte, nannte „Schule, Infrastruktur und Sicherheit“ als seine maßgeblichen drei Säulen. Axel Schneider (Die Demokraten) würde die Preise für Gewerbeflächen am Böhlgraben senken, dass „Wohnproblem“ lösen wollen und den Ausbau der örtlichen Häfen weiter vorantreiben.
Wahrnehmung ging auseinander
Die Bedeutung des Umschlags betreffend waren sich die Bewerber auf dem in der Kurparkhalle geschaffenen Podium übrigens weitgehend einig: Die „Lebensader der Stadt“ sei der Hafen, betonte Uwe Santjer, der eine weitere Amtszeit als Stadtoberhaupt anstrebt. Aus seiner Sicht lag die Verbindung zur freien Wirtschaft auf der Hand: Ohne die hätte man vor Ort keine Terminals, betonte der OB, der Belange der Bevölkerung über das Thema Hafenentwicklung nicht vergessen mochte. „Ich denke da an das Deichband, das Cuxhaven noch ein Stück liebenswerter macht“, sagte Santjer, bezogen auf ein aktuelles städtebauliches Vorhaben.
Während Alexander Bremer von der Notwendigkeit sprach, erschwinglichen Wohnraum auch für Familien ohne Wohnberechtigungsschein zu schaffen, plädierte Thomas Brunken dafür, den Mittelstand so zu stärken, „dass Unternehmen keine Angst davor haben, dass Fachkräfte in den Bereich des Flächennutzungsplans 90 (Ansiedlungsfläche für die Windindustrie, d. Rd.) abwandern“.
„Wenn unsere Stadt attraktiv ist, werden auch Menschen kommen“, argumentierte Günter Wichert, der versprach, Cuxhaven „schöner“ zu machen. Axel Schneider wiederum sprach davon, dass die Stadt auch im Hinblick auf das für Familien maßgebliche Angebot an Kindertagesstättenplätzen und Ärzten attraktiver werden müsste.
„Ich lebe in einer anderen Stadt als meine Vorredner“, konterte Santjer und erwähnte in diesem Zusammenhang nicht nur die Expansion mehrerer heimischer Unternehmen, sondern auch eine Vielzahl von Unternehmen, die sich um Flächen im Stadtgebiet bewerben. „Wir gehören zu den wenigen Städten in Niedersachsen, die für jedes Kind einen Kindergartenplatz vorhalten“, betonte der Amtsinhaber, der einen Vorwurf seines CDU-Herausforderers zurückwies: „Erst einmal einen Wirtschaftsförderer zu bekommen“, hatte Brunken gefordert. „Den haben wir!“, entgegnete Santjer.
Unterschiedliche Positionen bei ÖPNV
Einig waren sich die beiden Konkurrenten in Fragen der Tourismusfinanzierung oder der wünschenswerten, aber aktuell abzusehenden Revitalisierung der Elbfähre. Was das Thema ÖPNV anbelangt, gibt es Unterschiede: Von der Idee einer Rekommunalisierung des Busverkehrs hält die CDU angesichts der Haushaltslage Cuxhavens nicht viel. „Keinen eigenen ÖPNV anbieten“, lautet auch Axel Schneiders Credo. Alexander Bremer spricht sich für eine Hafenbuslinie und für eine Harmonisierung des Bus- und Bahnfahrplans aus. Günter Wichert beklagte eine verpasste Chance im Bereich der Mikromobilität: Ansiedlungsambitionen eines E-Roller-Verleihers seien nicht genutzt worden.
30. August 2026 - Mein Plan für Cuxhaven -> Schule
● Sanierungsstau abbauen
● Schulbau schneller umsetzen
● Koordinator für Ganztag/Betreuung
● Gute Schulverpflegung
● Nicht an Bildung sparen
● Verantwortliche in Pflicht nehmen
● Kinder im Mittelpunkt
● Klare Zuständigkeiten
● Mehr Tempo bei der Umsetzung
https://www.cnv-medien.de/.../cuxhavens-schulpolitik...
29. August 2026 - Diebstahl des Wahlplakats - Kommentar von Alexander Bremer
Ich bin ehrlich gesagt gleichermaßen verärgert und traurig über den Diebstahl unseres Wahlplakats. Wahlkampf lebt von der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Meinungen, von Diskussionen und vom demokratischen Wettbewerb. Wer mit einer politischen Position nicht einverstanden ist, hat in unserer Demokratie viele Möglichkeiten, dies zum Ausdruck zu bringen – aber sicherlich nicht, indem man anderen ihre Plakate stiehlt.
Besonders enttäuschend finde ich, dass hier nicht nur ein Wahlplakat, sondern gleich die gesamte Konstruktion mit den Bauzaungittern entwendet wurde. Dahinter steckt Arbeit, Zeit und letztlich auch Geld, das wir als Wählergemeinschaft für einen fairen und sichtbaren Wahlkampf einsetzen.
Trotz meines Ärgers möchte ich ausdrücklich dazu aufrufen, nicht zu spekulieren. Die Ermittlungen liegen bei der Polizei, und ich habe vollstes Vertrauen in die professionelle Arbeit meiner Kolleginnen und Kollegen. Ich bin überzeugt davon, dass die Polizei alles daransetzen wird, den Sachverhalt aufzuklären.
Für mich ist wichtig: Wir lassen uns von einem solchen Vorfall nicht einschüchtern. Demokratie funktioniert nur, wenn unterschiedliche Auffassungen sichtbar sein dürfen und der politische Wettbewerb fair bleibt. Deshalb werden wir unseren Wahlkampf mit derselben Überzeugung und Leidenschaft fortsetzen wie bisher.
Ich hoffe sehr, dass sich Zeuginnen und Zeugen melden und zur Aufklärung beitragen können. Wer etwas beobachtet hat, sollte sich an die Polizei wenden und damit helfen, Licht in diesen Vorfall zu bringen.
Bei aller Enttäuschung über den Diebstahl überwiegt für mich deshalb am Ende die Zuversicht: Wir stehen für einen fairen, sachlichen und demokratischen Wahlkampf – und davon werden wir uns nicht abbringen lassen.
29. August 2026 - Wählergemeinschaft lobt Belohnung aus - Artikel CN von Kai Koppe - (Foto: Alexander Bremer)
Nach Diebstahl eines Wahlplakats: Hinweise, die zur Aufklärung führen, sind den „Cuxhavenern“ 500 Euro wert
Cuxhaven. Unbekannte haben ein großformatiges Wahlplakat der „Cuxhavener“ mitsamt den zugehörigen Aufstellern entwendet. Der Diebstahl sei „in den letzten Tagen“ erfolgt, gab der Pressesprecher der Wählergemeinschaft, Rüdiger Kurmann, am Freitag gegenüber unserem Medienhaus bekannt. Um Licht in die Sache zu bringen, habe der Vorstand eine Belohnung ausgelobt: 500 Euro soll es für sachdienliche Hinweise geben - sofern diese zur Aufklärung der Straftat führen.
Im beschriebenen Fall geht es um ein Großplakat mit dem Bild des OB-Kandidaten der Wählergemeinschaft Die Cuxhavener: Alexander Bremer, der sich am 13. September um das Amt an der städtischen Verwaltungsspitze bewirbt, habe (wie andere Kandidaten auch) von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, an einem von 27 offiziell ausgewiesenen Standorten im Stadtgebiet ein Banner im Format der sogenannten Wesselmann-Tafeln zu installieren.
Ging es um Metall oder gegen den Kandidaten?
Im vorliegenden Fall - Standort war der Einmündungsbereich Spanger Straße / Arenscher Weg - war das zwei mal drei Meter große Banner an Bauzaungittern befestigt, die zur besseren Stabilität in Dreiecksform aufgestellt worden waren. Das Transparent sei mitsamt der Gitterkonstruktion gestohlen worden.
„Natürlich ist nicht klar, ob die Täter etwas gegen den Kandidaten haben oder ob die Absperrgitter Ziel dieses Diebstahls waren“, kommentierte der Pressesprecher der Wählergemeinschaft den bei der Polizei angezeigten Vorfall. Die Gitter seien von einer Cuxhavener Firma aufgestellt worden. Der Gesamtschaden liege bei 400 Euro.
Kurmann betont, dass seine Wählergemeinschaft in der Vergangenheit von derartigen Diebstählen verschont geblieben ist. Hinweise zum aktuellen Fall sind nach seinen Worten an die Polizei Cuxhaven, 4. Kommissariat, Telefonnummer, (04721) 573 0 zu richten.
21. August 2026 - Mein Plan für Cuxhaven -> Ehrenamt und Vereine
● Unterstützung für Ehrenämter
● Unterstützung für Vereine
● öffentliche Wertschätzung
● gegenseitiges Vertrauen
● Förderung des Miteinanders
20. August 2026 - Mein Plan für Cuxhaven -> Finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit
● Landesgartenschau 2034 abwenden
● Effektiver und effizienter Förderungsmittel beantragen und nutzen
● Aufstellen solider Sparpläne
19. August 2026 - Mein Plan für Cuxhaven -> Verwaltung/Digitalisierung
● weniger Wartezeit
● weniger Papierkram
● direkte Kontakte
● mehr Service
● angepasste Öffnungszeiten
● schnellere Entscheidungen
● Digitalisierung von Abläufen
18. August 2026 - Mein Plan für Cuxhaven -> Tourismus in Cuxhaven:
● Ausbau/Erweiterung des ÖPNV
● Übernachtungssteuer: NEIN
● Gästekartenbeitrag: JA
● Schaffung von Freizeitangeboten
17. August 2026 - Mein Plan für Cuxhaven -> Unterstützung für alle Gewerbetreibenden
● Schaffung/Erweiterung von Gewerbeflächen
● Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes
● Beschleunigung von Genehmigungsverfahren
● Unterstützung bei Anträgen
16. August 2026 - Mein Plan für Cuxhaven -> Wohnen und Leben in Cuxhaven
● Vereinfachung von Bauanträgen
● Überarbeitung von B-Planen
● Leerstand minimieren
● Freiluft-Aqua-Erlebnis-Park errichten
● wetterunabhängiges Freizeit-Zentrum
● Lösung für das Helios-Gelände herbeiführen
● Ansiedlung einer Uni-Außenstelle/Akademie
15. August 2026 - Mein Plan für Cuxhaven -> Mehr Sicherheit. Mehr Ordnung. Mehr Sauberkeit.
● Kommunalen Ordnungsdienst einführen
● Sicherheitspartnerschaft mit der Polizei
● Saubere Stadt
● Abfallinseln schaffen
● Schnell gegen Vermüllung reagieren
● Ursachen und Verursacher ermitteln
10. August 2026
Mittwoch werde ich wieder an unserem Stand auf dem Wochenmarkt anzutreffen sein.
Ich freue mich auf interessante Gespräche mit Ihnen/euch.
Alexander Bremer -> Ihr Oberbürgermeisterkandidat für Cuxhaven
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
mein Name ist Alexander Bremer. Ich bin 41 Jahre alt, verheiratet und habe zusammen mit meiner Ehefrau vier Kinder. Ich bin in Peine geboren und bin seit einigen Jahren mit meiner Familie in unserer Wahlheimat Cuxhaven zuhause. Cuxhaven ist für mich nicht einfach nur eine Stadt – Cuxhaven ist meine Heimat.
Als studierter Diplom-Verwaltungswirt (Fachhochschule) im Polizeidienst und Mitglied der freiwilligen Feuerwehr Cuxhaven stehe ich schon in Ihren Diensten und schütze unsere Stadt.
Seit mehreren Jahren führen meine Ehefrau und ich gemeinsam unser Familienunternehmen im Bereich der Ferienwohnungsvermietung in Sahlenburg.
Ich kandidiere als Oberbürgermeister, weil ich überzeugt bin: Cuxhaven kann mehr !
In den vergangenen Wochen habe ich viele Gespräche geführt – mit Familien, Unternehmern, Ehrenamtlichen, jungen Menschen und Senioren. Dabei habe ich vor allem eines gespürt: Viele Menschen wünschen sich wieder mehr Nähe zur Politik, mehr Tempo bei Entscheidungen und einen Oberbürgermeister, der zuhört, erreichbar ist und vor allem umsetzt.
Genau dafür stehe ich und diese beiden Fragen sind dabei stets für mich von zentraler Bedeutung:
Ist es gut für die Stadt Cuxhaven? Ist es gut für ihre Bürger?
Ich möchte unserer Stadt gestalten – gemeinsam mit Ihnen. Offen, ehrlich und mit einer klaren Richtung. Ich weiß, dass in unserer Stadt noch enormes Potenzial schlummert. Cuxhaven ist ein lebenswerter Wohnort und Cuxhaven ist ein starker Wirtschaftsstandort.
Meine Schwerpunkte:
• Mehr Sicherheit und Ordnung in unserer Stadt
• Eine saubere Stadt
• Unterstützung für alle Gewerbetreibenden
• Bezahlbarer Wohnraum und Freizeitmöglichkeiten für Familien und ältere Menschen
• Weniger Bürokratie und schnellere Entscheidungen
• Ausbau der Digitalisierung
• Mehr Unterstützung für Vereine und Ehrenamt
• Finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit unserer Stadt
Meine Versprechen:
• keine politischen Wohlfühl-Reden
• klare Worte
• ehrliche Entscheidungen
• Verantwortung übernehmen.
Mein Anspruch ist es, ein Oberbürgermeister für alle Menschen in Cuxhaven zu sein – unabhängig von Alter, Herkunft oder politischer Einstellung. Denn am Ende wollen wir alle dasselbe: eine küstenstarke, sichere und lebenswerte Stadt.
Dafür bitte ich um Ihr Vertrauen.
Für Cuxhaven. Für Sie.



















